Suche

Das Arbeitsschutzportal mit allen Vorlagen, Praxishilfen und Vorschriften

Drucken
( 1 Bewertung )
20.01.2012 FireSim
Grafik: Fraunhofer FIT

Brandschutz

Die Technik von morgen schon heute - Neues Simulationssystem für die Feuerwehr

News | 25.01.2012

Die Arbeit als Feuerwehrmann birgt viele Risiken. Technische Hilfsmittel können diese minimieren und die Arbeit enorm erleichtern. Dafür ist es allerdings notwendig, geeignete Hilfsmittel zu haben und deren Handhabung zu verinnerlichen. Um dies zu ermöglichen, hat das Fraunhofer-Institut das Simulationssystem „FireSim“ entwickelt. Was hinter dem Projekt steht, erfahren Sie hier.

 

 

Im Notfall müssen Feuerwehrmänner die richtigen Geräte zur Verfügung haben und diese richtig und sicher einsetzen. Dies ist vor allem bei neuen Technologien der Fall. Dazu muss man allerdings bereits bei der Entwicklung solcher Technologien die Bedürfnisse der Einsatzkräfte kennen und die Hilfsmittel dementsprechend anpassen.


FireSim – Simulationssystem mit Zukunftspotenzial
FireSim ist ein Simulationssystem, welches das Fraunhofer-Institut für angewandte Informationstechnik (FIT) in St. Augustin entwickelt hat. Als Werkzeug für Forschungszwecke ist es bereits seit 2009 mehrfach für Simulationsstudien im Einsatz. „Wir streben aber an, dass das System auch außerhalb wissenschaftlicher Studien eingesetzt werden kann.“, erklärt Projektleiter Markus Valle-Klann vom FIT. „Daher arbeiten wir zurzeit an einer umfangreicheren und möglichst benutzerfreundlichen Version, die wir dann interessierten Nutzern zur Verfügung stellen wollen.“


Rettungseinsatz in vier Modulen
FireSim besteht aus vier verschiedenen Simulationsvarianten. Im ersten Modul können Feuerwehrleute den Rettungseinsatz in einem Brettspiel bestreiten. Die Teilnehmer bewegen ihre Spielfiguren dabei über die Karte des Einsatzortes. Spezielle Spielsteine symbolisieren die neu einsetzbaren Technologien. Im zweiten Modul können sich die Rettungskräfte dann wie bei einem Computerspiel aus der Ego-Perspektive durch den virtuellen Raum bewegen, Türen öffnen und Verletzte bergen. Neue Technologien können auf diese Weise bereits virtuell ausgetestet werden.

Das dritte Modul schafft zum ersten Mal eine Verbindung von virtuellem Raum und Realität. So können die Feuerwehrleute eine echte Übung ausführen, wobei Displays in ihre Ausrüstung eingebaut sind. Parallel dazu ahmen Helfer die echten Handlungen der Einsatzkräfte in einer virtuellen Simulation am Computer nach. Kommt es dabei durch die virtuellen Technologien zu Meldungen wie z. B. Informationen über Position und Richtung, erscheinen diese Daten auf den Displays der realen Einsatzkräfte. Dadurch wird es auch möglich, Hilfsmittel zu testen, von denen es noch keine Prototypen gibt.

Der entscheidende Vorteil dabei: Entwickler und Feuerwehrleute können die Geräte bereits vor dem Beginn der Produktion optimal auf die Bedürfnisse der Einsatzkräfte anpassen. In einem letzten Modul werden vom Computer dann zusätzlich Großbrände mit vielen Einsatzkräften und Zivilisten unter Berücksichtigung der individuellen Verhaltensweisen von Menschen simuliert. Dadurch lässt sich abschätzen, wie der Großeinsatz verlaufen würde.


Hilfe für die Entwicklung neuer Technologien
Als Werkzeug zur Erprobung und Entwicklung neuer Technologien, ist FireSim besonders für Firmen und Endanwender interessant. Mit zunehmender Reife der Simulation, kann FireSim allerdings auch für Berufs- und freiwillige Feuerwehren zum Thema werden. „Alle Feuerwehrleute sollten ein Interesse haben, neue Technologien möglichst frühzeitig zu erproben und ihre Anforderungen und Kritik einbringen zu können.“ so Valle-Klann. Doch bereits jetzt kann jeder Feuerwehrmann indirekt von FireSim profitieren, da die Entwicklung zukünftiger Technologien, z. B. die Navigation bei Such- und Rettungseinsätzen durch die Simulation unterstützt wird.


Stetige Weiterentwicklung ist das Ziel
Das Fraunhofer-Institut arbeitet insgesamt schon seit 2005 am Projekt FireSim. Die Entwicklung der verschiedenen Simulationsmethoden begann jedoch zu unterschiedlichen Zeitpunkten. „Das System ist im Rahmen verschiedener Projekte gewachsen, in denen der Fokus jeweils auf bestimmten Anforderungen lag.“, erklärt Valle-Klann. Den Grundstein für die Entwicklung der FireSim, wie es sie aktuell gibt, legte man beim FIT dann 2008. Als abgeschlossen sieht man die Entwicklung von FireSim jedoch noch lange nicht an. „Wir haben begonnen, Kernfunktionen der vorangegangenen Generationen in der aktuellen FireSim-Version zusammenzuführen und seither arbeiten wir kontinuierlich an Erweiterungen dieses Systems.“

 

Produktempfehlung

Fluchtplan_6112Fluchtplan direkt

Sie müssen Flucht und Rettungspläne erstellen und haben immer noch nicht die passende Lösung? Erstellen Sie ab sofort Flucht- und Rettungspläne schnell und übersichtlich mit unserer Software Fluchtplan Direkt – und das konkurrenzlos günstig! >> mehr Informationen

 

Praxishilfen zum Thema

Diese Praxishilfen zum Thema können Sie als Einzeldownload erwerben:

 

Für PREMIUM-User ist der Zugriff auf alle Praxishilfen frei.
Kostenlos_fuer_Premium_Kunden
Sie sind noch kein PREMIUM-User?
>> Mehr Informationen

 

lm