Betriebssicherheit Arbeitsschutz – setzen, Note 6! Allein in NRW starben in 4 Monaten 4 Menschen durch BaumaschinenNews | 08.09.2010 Seit 19 Jahren verlangt die Maschinenrichtlinie, dass die Sicht vom Fahrerplatz so gut sein muss, dass der Fahrer die Maschine ohne Gefahr für sich und andere handhaben kann. Andernfalls sind entsprechende Hilfsvorrichtungen zu installieren. 19 Jahre Ignoranz und mangelnde Überwachung. 14 Jahre Arbeitsschutzgesetz mit Gefährdungsbeurteilung, 14 Jahre oft ignoriert...
Wieder wurde ein Mensch durch einen Bagger überfahren und getötet. Ein Radbagger hat am Freitag einen 57-jährigern Arbeiter im ostwestfälischen Delbrück überrollt. Der Mann wurde tödlich verletzt. Wie die Polizei mitteilte, waren in einer Firma Ladearbeiten mit Radbaggern vorgenommen worden. Aus ungeklärter Ursache geriet ein Arbeiter dabei unter einen rückwärts fahrenden Bagger. Die Verletzungen waren so schwer, dass er noch an der Unfallstelle starb.
Nachdem Mitte April ein zwölf Jahre alter Junge in Lüdinghausen auf dem Weg zur Schule überrollt wurde und noch an der Unfallstelle verstarb und auch ein 47-jähriger Bauarbeiter in Dortmund-Marten vom Bagger überrollt wurde sind allein in NRW innerhalb weniger Monate drei Menschen mangels Sichteinschränkungen durch rückwärts fahrende Bagger getötet worden. Ein weiterer geriet auf einer Schwebebahnbaustelle in Wuppertal unter die Räder eines Teleskopladers.
Vier tote Menschen und vier Fahrer, denen der Staatsanwalt vorwerfen wird, fahrlässig einen Menschen getötet zu haben.
Aber da sind noch ganz andere, die sich Vorwürfe machen lassen müssen. Viele dieser Unfälle wären vermeidbar, wenn man sichere Maschinen mit ausreichenden Sichtverhältnissen auf den Markt bringen würde, wie vom Gesetzgeber verlangt. Dies ist nicht der Fall und die Behörden kommen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nach, dies zu überwachen.
Die Arbeitgeber haben unter Deregulierung verstanden, da muss einiges weg und vieles einfacher werden. Mit den seit 1996 vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilungen haben sie allerdings mehr Arbeit, mehr Verantwortung und brauchen mehr Fachwissen.
Einen sehr kritischen Beitrag von Arbeitsschützer Rudi Clemens zu dieser Problematik lesen Sie hier.
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