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03.05.2010_Kennzeichnung_technischer_Gase
© Kurt Michel/PIXELIO

Betriebssicherheit

Kennzeichnung technischer Gase

News| 03.05.2010

In vielen Betrieben findet sich eine Ansammlung unterschiedlichster Gefahrstoffe. Aus Gründen der Arbeitssicherheit, der Instandhaltung, aber auch aus brandschutztechnischer Sicht ist eine eindeutige und deutliche Kennzeichnung der Gefahrstoffe erforderlich. Dies betrifft auch die im Betrieb vorhandenen Rohrleitungen.

 

 

 

Führen nicht erdverlegte Rohrleitungen durch den Betrieb, so muss insbesondere im Brandfall für die eingesetzten Kräfte schnell ersichtlich sein, ob hier eine zusätzliche Gefahr besteht. Eine Kennzeichnung soll auf Gefahren hinweisen, um Unfälle und gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Die Kennzeichnung richtet sich nach der Art des Durchflussstoffes. Die Art und Weise der Kennzeichnung von nicht erdverlegten Rohrleitungen ist in der DIN 2403 festgelegt.

 

Unter Rohrleitungen sind hier beispielsweise Rohre und ihre Verbindungen, Armaturen und Formstücke einschließlich Isolierung zu verstehen.

 

Kennzeichnung

Rohrleitungen in Betrieben aller Art sind zu kennzeichnen. Die Kennzeichnungen gelten allgemein für Rohrleitungen in Betrieben aller Art, z. B. Laboratorien, Gebäuden und Heizungsanlagen.

 

Rohrleitungen werden nach dem Durchflussstoff eindeutig durch entsprechende Schilder oder Aufkleber gekennzeichnet. Die Etiketten enthalten die Bezeichnung des Durchflussstoffes oder ein hierfür festgelegtes Kennzeichen.

 

Die Schilder geben zudem noch die Durchflussrichtung des beförderten Stoffes an. Bei wechselnder Durchflussrichtung werden Schilder mit beiderseitigen spitzen Enden verwendet. Alternativ können Farbringe aufgebracht werden. Die Schilder/Aufkleber oder Farbringe sind an betriebswichtigen Punkten, z. B. Anfang, Ende, Abzweige, Wanddurchführungen, Armatur, anzubringen.

In der Praxis wird eine eindeutige Farbkennzeichnung gewählt. In vielen Betrieben werden die Rohrleitungen in ihrer ganzen Länge in der entsprechenden Farbe angestrichen. Dies hat den Vorteil, dass bei nachträglichen Einbauten immer sichergestellt ist, dass erkennbar ist, um welchen Stoff es sich handelt.

 

Achtung!

Von der Kennzeichnung nach DIN 2403 wird in der Praxis häufiger abgewichen. Die in den Rohrleitungen beförderten Durchflussstoffe werden nach ihren allgemeinen Eigenschaften in zehn Gruppen eingeteilt, deren Farben in der Tabelle dargestellt sind. Für Rohrleitungspläne ist nach Möglichkeit die Kennzeichnung sinngemäß anzuwenden.

 

Kennzeichnung von Rohrleitungen

03.05.2010_Kennzeichnung_Gase

 

bdt