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09.01.2012 Metallbearbeitung - mit fundierter Ausbildung zu mehr Sicherheit
© Kurt Bouda/PIXELIO

 

Betriebssicherheit

Metallbearbeitung - mit fundierter Ausbildung zu mehr Sicherheit

News | 09.01.2012

Die Bearbeitung von Metall nimmt im Industriebereich eine große Rolle ein. Umso wichtiger ist eine fundierte Ausbildung der Lehrlinge, damit diese die Arbeiten möglichst sicher und selbstbewusst erledigen können. Bei der Metallbearbeitung besteht zwar aufgrund der langsameren Maschinen eine geringere Unfallgefahr als beispielsweise bei der Holzverarbeitung, jedoch sollten auch hier gewisse Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden. Worauf dabei zu achten ist, zeigt unter anderem die aktuelle BG/GUV-SI 8038 der DGUV. Wir fassen für Sie die wichtigsten Inhalte zusammen.

 

 

Die DGUV hat die BG/GUV-SI 8038 „Metall – ein Handbuch für Lehrkräfte“ veröffentlicht. In diesem werden vor allem Berufsschullehrer ermutigt, ihren Schülern die Metallbearbeitung näher zu bringen. Doch das Handbuch enthält für jeden, der regelmäßig Metall bearbeitet, wichtige Sicherheitshinweise und Anleitungen zur ordnungsgemäßen Verwendung von Maschinen.


Erst die Sichtprüfung, dann die Arbeit
Generell gilt: Werkzeuge sind Arbeitsmittel. Deswegen müssen diese nicht nur regelmäßig in wiederkehrenden Prüfungen auf Schäden überprüft werden, sondern auch in einer durch den Mitarbeiter durchgeführten Sichtprüfung unmittelbar vor der Benutzung. Hierbei geht es meist um offensichtliche Mängel und Schäden am Arbeitsmittel.


Arbeiten mit einem Hammer – da kann doch nichts passieren?
Auch bei Arbeiten mit einem Hammer besteht ein Unfallrisiko. Hierbei sollte man besonders auf die richtige Schlagführung achten. Ansonsten besteht die Gefahr, Finger oder Hand zu treffen. Aber auch beschädigte Materialien sind eine häufige Gefahrenquelle. So kommt es beim Hammerstiel oft zu Splitterungen oder Bruchstellen. Sollte man Beschädigungen dieser Art feststellen, ist es ratsam, den Stiel sofort auszuwechseln. Beim Auswechseln ist neben der Wahl des passenden Holzes und einer konischen Verdickung des Stiels nach hinten, auf die richtige Befestigung des Hammerkopfes zu achten. Sollte sich dieser lösen, können umstehende Personen getroffen und verletzt werden. Es empfiehlt sich also in jedem Fall ein Metallkeil mit Widerhaken.


Löten ohne Risiko
Das größte Gesundheitsrisiko beim Löten besteht darin, dass gefährliche Gase und Dämpfe entstehen, wenn auch meist nur in kleineren Mengen. Daher sollte man bei Schweißarbeiten auf eine ausreichende Lüftung achten. Eine erhöhte Gefahr besteht außerdem beim Berühren des Lötzinns bzw. des Lötdrahtes. Hierdurch kann das darin enthaltene Blei auf die Hände gelangen. Nach Abschluss der Arbeiten sollte man die Hände daher gründlich waschen. Für Unternehmer gilt des Weiteren besondere Vorsicht bei der Beschäftigung von Schwangeren. Für sie gilt in diesem Bereich ein Beschäftigungsverbot.


Achtung bei Handsägearbeiten
Im Bereich Metall werden zum Sägen häufig Handbügelsägen verwendet. Diese sind besonders praktisch und vielseitig anwendbar, da man je nach Bedarf verschiedenartige Sägeblätter einsetzen kann. Für Stahl z. B. empfehlen sich Sägeblätter mit eng stehenden, kleinen Zähnen.

Zur Vermeidung von Unfällen sollte man vor Beginn der Arbeit darauf achten, dass die Zahnspitzen des Sägeblattes in Stoßrichtung zeigen und der Handgriff frei von Rissen oder sonstigen Beschädigungen ist. Bei der Verwendung dieser Sägen kann es vor allem bei Arbeitsbeginn leicht zu Schnittverletzungen kommen, da die Säge zunächst noch in keiner Führung liegt. Um dies zu vermeiden empfiehlt es sich, den Anschnitt vorsichtig unter spitzem Winkel an einer Kante zu beginnen oder alternativ dazu eine Rille in das zu schneidende Material zu feilen.


BG/GUV-SI 8038 – Tipps zu Arbeitsvorbereitung, Ablauf und Nachbereitung
Neben oben erwähnten Hinweisen zur Arbeitssicherheit bietet das Handbuch der DGUV weitere zahlreiche Tipps und Anleitungen zu verschiedenen Arbeiten im Bereich Metall, wie z.B.:

  • Feilen und Entgraten
  • Biegen von Blechen, Drähten und Rohren
  • Schneiden von Blech
  • Meißeln
  • Maschinenarbeit: Bohrmaschine, Drehmaschine, Schleifblock
  • Gießen
  • Härten und Anlassen

 
Fazit: Nicht nur für Lehrkräfte hilfreich
Die BG/GUV-SI 8038 „Metall – ein Handbuch für Lehrkräfte“ bietet nicht nur für Lehrlinge und Lehrkräfte wichtige Tipps zum Thema Arbeitssicherheit im Bereich Metallbearbeitung, sondern ist generell für jeden, der in der Metallbearbeitung tätig ist, ein interessantes Nachschlagewerk, welches den zu vermittelnden Stoff mit Schaubildern auflockert. Zum Download des Handbuchs auf der Internetseite der DGUV gelangen Sie hier.

 

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lm/DGUV