Brandschutz T 30-Schiebetürsysteme schließen AnwendungslückeNews | 10.05.2010 In stark frequentierten Bereichen von Sonderbauten – Krankenhäuser, Verkehrsbauten, Hotels, Einkaufszentren – gehören großflächig verglaste Schiebetürsysteme fast schon zur Standardausstattung. Wo der Wunsch nach komfortablem und barrierefreiem Öffnen und Schließen auf Brandschutzanforderungen traf, musste bislang allerdings auf konventionelle automatisierte Drehflügeltüren für den Brandschutz zurückgegriffen werden.
Drei aktuelle Systementwicklungen, die Pilkington Pyrostop(R) Gläser für Systeme der Feuerwiderstandsklasse F (EI) 30 einsetzen, schließen nun diese Anwendungslücke im Transparenten Baulichen Brandschutz.
Barrierefreiheit, Komfort und BrandsicherheitDer Einsatz von Schiebetüren in öffentlichen Gebäuden ist längst nicht allein eine Frage von Komfort und Eleganz. Vielmehr sprechen in bestimmten baulichen Situationen eine Reihe von Aspekten für diese Bauform, die sicherheitsrelevante Themen berühren. So zählen zu den Vorzügen der Schiebetüren
Bei der Entwicklung von Automatik-Schiebetüren für den Brandschutz betraten die Systemhersteller in mehrfacher Hinsicht Neuland. Neben den technischen Problemlösungen bei Beschlägen und Dichtungen mussten die Prüf- und Zulassungsmodalitäten mit den zuständigen Behörden abgestimmt werden, um diese im Brandschutz bislang nicht definierte Bauform zuverlässig bewertbar zu machen. In Deutschland gelang dies als erstem Anbieter der Hörmann KG. Sie führte ihr Automatik-Schiebetürsystem ASV2 für den Brand- und Rauchschutz in Kooperation mit der Pilkington Deutschland AG und dem Beschläge- und Antriebhersteller GEZE sowie in enger Abstimmung mit dem Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) zur bauaufsichtlichen Zulassung.
Mit der Forster AG und der Ernst Schweizer AG entwickelten zwei weitere Anbieter - ebenfalls unter dem Einsatz von Pilkington Pyrostop(R) Verglasungen für die Feuerwiderstandsklasse F (EI) 30 - ihre Schiebetürsysteme zur Marktreife. Durchgänge bis zu 2,60 m x 2,50 m (BxH) bietet das System aus dem forster fuego light-Programm. Es ermöglicht wahlweise eine Ausführung in Stahl oder Edelstahl und kann werkstoffbedingt mit besonders schmalen Profilen ausgeführt werden. Im geschlossenen Zustand weist diese Brandschutz-Schiebetür eine nur 13,5 cm schmale Mittelpartie auf.
Eine beschlagtechnische Besonderheit zeichnet das Schiebetürsystem T 30-G2 SBF des Anbieters Schweizer AG Metallbau aus. In der Ausführung mit Fluchtwegfunktion werden die im Normalfall als Brandschutz-Schiebetüren funktionierenden Flügel zu manuell bedienbaren Drehflügeltüren. So kann dieses System auch dort eingesetzt werden, wo die Brandschutztür Teil eines notwendigen Flucht- und Rettungsweges ist. Das Schiebetürsystem von Schweizer benötigt, ebenso wie die Schiebetür aus dem forster fuego light-Programm, in Deutschland derzeit noch eine Zustimmung im Einzelfall.
Dass seitens der Architekten und Bauherren ein großes Interesse an Brandschutz-Schiebetürsystemen besteht, beweisen diverse Objektanwendungen von automatisierten Feuerschutzabschlüssen in Krankenhäusern, Tiefgaragen, Möbel- und Autohäusern sowie in Wohnheimen und Labors. Dabei sind die zweiflügeligen Varianten bei den Brandschutz-Schiebetürsystemen deutlich favorisiert und werden nach Aussage von Systemanbieter Hörmann in rund zwei Drittel der Anwendungsfälle realisiert.
Weiterführende Links: www.pilkington.com
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