Gesundheitsschutz Burnout: Eine große Gefahr für die moderne GesellschaftNews | 02.11.2011 Nicht nur physische, sondern auch immer mehr psychische Erkrankungen gehören zu den Ursachen für Arbeitsausfälle. Dadurch, dass viele Unternehmen zunehmend leistungsorientiert arbeiten und die Mitarbeiter deshalb unter erhöhtem Druck stehen, steigt die Zahl der psychischen Erkrankungen unter den Beschäftigten. Wie können psychische Probleme bei den Mitarbeitern frühzeitig erkannt oder ganz vermieden werden?
Laut einer Studie der Dekra entsteht der deutschen Wirtschaft durch Ausfallzeiten jährlich ein finanzieller Schaden von etwa 43 Mrd. Euro. Im Rahmen dieser Studie wurden bundesweit Betriebe zum Arbeits- und Gesundheitsschutz befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass dem Gesundheitsschutz zu wenig Beachtung geschenkt wird. Als Motivation, warum überhaupt Maßnahmen zum Gesundheitsschutz eingesetzt werden, gaben die meisten Befragten an, hauptsächlich aufgrund der gesetzlichen Regelung aktiv zu werden. Allerdings halten rund zwei Drittel der befragten Unternehmen die Maßnahmen selbst für uneffektiv. Das zeigt, dass die Bedeutung des Gesundheitsschutzes und die Wichtigkeit der Umsetzung geeigneter Arbeitsschutzmaßnahmen vielen Unternehmern noch nicht klar ist.
Wie erkenne ich Burnout? Gerade bei psychischen Erkrankungen wie zum Beispiel Burnout ist es für die Arbeitsschutzverantwortlichen schwierig. Wie kann man Burnout erkennen? Und welche Hilfestellungen kann man den Betroffenen anbieten? Burnout ist kein eigenständiges Krankheitsbild. Deswegen gibt es für diese Erkrankung, unter der nach Angaben der Betriebskrankenkassen etwa neun Millionen Deutsche leiden, verschiedene Modelle, die den Ablauf beschreiben. Diese Modelle ähneln sich aber durchaus.
Der typische Krankheitsverlauf von Burnout Interessant ist, dass alles mit Enthusiasmus beginnt. Vor allem Beschäftigte, die mit großem Engagement an ihrem Arbeitsplatz tätig sind, laufen Gefahr an Burnout zu erkranken. Im nächsten Schritt realisiert der Betroffene, dass er trotz seines enormen Einsatzes die Realität nicht ändern kann bzw. seine oftmals zu hoch gesteckten Ziele nicht erreichen kann. Entweder der Betroffene reagiert aggressiv oder er erhöht sein Engagement bis er an den Punkt der völligen körperlichen Erschöpfung kommt. Diese Niedergeschlagenheit kann bis hin zu Suizidgedanken führen und bringt die völlige Aufgabe des beruflichen Engagements mit sich.
Was muss die Fachkraft für Arbeitssicherheit beachten? Im Rahmen der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung müssen auch potenzielle psychische Fehlbelastungen ermittelt werden. Deshalb muss sich der Arbeitsschutzverantwortliche mit den psychischen Erkrankungen intensiv auseinandersetzen. Wenn man sich die Beschreibung eines typischen Krankheitsverlaufes vor Augen hält, so wird klar, dass es enorm schwierig ist, von außen ein Burnout-Syndrom frühzeitig zu erkennen und zu diagnostizieren.
Experten beschreiben unterschiedliche Formen der Prävention bei psychischen Fehlbelastungen am Arbeitsplatz
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