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Gesundheitsschutz
News | 05.12.2011
Für einen Arbeitstag sind Pausen unerlässlich. Diese sind nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern sichern ein konzentriertes Arbeiten und bewahren den Körper vor Ermüdung. Oft werden Pausen allerdings falsch genutzt oder erst gar nicht wahrgenommen. Aber warum sind Pausen so wichtig für den Arbeitsschutz und wie gestaltet man sie am besten?
Obwohl Ruhepausen gemäß Arbeitszeitgesetz genau vorgeschrieben sind, verzichten viele Mitarbeiter darauf. Manche machen das, weil sonst wichtige Arbeit liegen bleibt, andere hingegen wollen früher nach Hause gehen. Doch selbst wenn Mitarbeiter die gesetzlichen Ruhepausen einhalten, nutzen sie diese oft falsch und spüren den eigenen Leistungsabfall erst, wenn es zu spät ist.
Die Regelungen im Arbeitszeitgesetz Gemäß Arbeitszeitgesetz müssen Mitarbeiter gewisse Pausenzeiten einhalten. Dabei ist es nicht erlaubt, die Pausen an den Beginn oder das Ende der Arbeitszeit zu hängen, da dies dann nicht mehr den Sinn einer Erholungsphase während der Arbeit erfüllen würde.
Grundsätzlich sind die Ruhepausen in §4 Arbeitszeitgesetz wie folgt geregelt:
- Ruhepausen sind ab einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden Pflicht; bei weniger als sechs Stunden sind keine Pausen vorgeschrieben.
- Bei einer Arbeitszeit von sechs bis neun Stunden muss die Ruhepause mindestens 30 Minuten andauern. Dabei besteht die Möglichkeit, die Pause aufzuteilen und somit zwei Mal 15 Minuten Pause zu machen. Diese 15 Minuten entsprechen dabei auch der Mindestdauer für eine Pause.
- Dauert die Arbeitszeit länger als neun Stunden an, muss die Pause mindestens 45 Minuten betragen.
Sonderregelungen gibt es zudem für stillende Mütter, Fahrpersonal und Arbeiten unter Druckluft. Auch im Jugendarbeitsschutzgesetz gibt es eine strengere Arbeitszeitregelung für Auszubildende und Angestellte unter 18 Jahren.
Sollten Arbeitgeber die Pausen kontrollieren? Oftmals liegt es an den Arbeitnehmern, wenn die Pausenzeiten nicht eingehalten werden. Viele verzichten bereitwillig darauf, weil ihre Arbeit sonst liegen bleibt oder weil sie früher Feierabend machen wollen. Nur in wenigen Berufen gibt es eine genaue Überwachung der Ruhepausen wie z. B. bei Fluglotsen oder Lkw-Fahrern. Vor allem bei diesen Berufen macht eine Kontrolle Sinn: die Konzentrationsfähigkeit bleibt gewährleistet – und somit auch die allgemeine Sicherheit. Doch nicht nur Berufe mit erhöhtem Unfallrisiko sollten besonders auf die Pausen ihrer Mitarbeiter achten. Pausen sind in jedem Beruf wichtig. Wenn zu lange Zeit ohne Unterbrechung durchgearbeitet wird, lässt die Konzentrationsfähigkeit nach. Der Mitarbeiter macht Fehler und arbeitet langsamer. Hinzu kommen bei einem langfristigen Verzicht auf Pausen Folgen wie Erschöpfung, Verschleiß und damit verbundene Arbeitszeitausfälle. Arbeitgeber sollten daher im Blick haben, ob ihre Angestellten die Auszeiten in Anspruch nehmen und sie gegebenenfalls dazu ermutigen, eine Pause zu machen.
Pausen effektiv zur Erholung nutzen Ruhepausen sind zur Erholung da. Daher sollten diese eine Abwechslung zur normalen Tätigkeit darstellen. Hat man z. B. einen Beruf, in dem man viel vor dem Bildschirm sitzt, sollte man in der Pause seine Augen entspannen und sich bewegen. Hier bietet sich ein Spaziergang an. Steht man während seiner Tätigkeit hingegen, ist es sinnvoll, sich zu setzen oder seine Beine hochzulegen. Das Wichtigste ist in jedem Fall, dass man zum Abschalten kommt. Wie dies am besten geschieht, kann jede Person für sich selber am besten beurteilen. Für den einen ist das eine gemütliche Unterhaltung mit Kollegen, für den anderen ein erholsamer Kurzschlaf.
Pausen – entscheidend für die Qualität der Arbeit Ob man sich an die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhepausen hält, bleibt meist den Arbeitnehmern selbst überlassen. Doch auch die Arbeitgeber sollten hin und wieder ein Auge auf die Pausen ihrer Mitarbeiter werfen. Denn diese sichern die Grundbedingungen für ein konstant qualitativ hohes Niveau der abgelieferten Arbeit und die Gesundheit der Mitarbeiter. Deshalb sollten vor allem Angestellte in Berufen mit erhöhtem Unfallrisiko regelmäßige Pausen einlegen und diese möglichst erholsam gestalten.
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