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30.10.2008_IGA-Fakten_zur_psychischen_Gesundheit_im_Erwerbsleben
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Gesundheitsschutz

IGA-Fakten zur „Psychischen Gesundheit im Erwerbsleben“

News | 30.10.2008

Industrie und Arbeitsunfall? Geht man nach den aktuellen Entwicklungen hat diese Form fast ausgedient – Dienstleistung und Depression steht im Vordergrund. Im Moment ist es in aller Munde, psychische Erkrankungen in der Arbeitswelt sind keine Seltenheit. Zunehmende Fehlzeiten, steigender Stress – Faktoren, die weit reichende Folgen nach sich ziehen. Dennoch herrscht noch viel Verunsicherung, wenn es um die Prävention im Betrieb geht.

 

Es ist nicht leicht, psychische Erkrankungen als solche zu erkennen, denn oftmals sind die Erkrankungsbilder sehr komplex und unterschiedlich. Die Gründe, warum es zu psychischen Erkrankungen kommt sind sehr unterschiedlich und beziehen sich sowohl auf persönliche Bewältigungsmöglichkeiten, sowie auf Faktoren im privaten, gesellschaftlichen und betrieblichen Kontext.

Fakten für Deutschland

  • 2007: Psychische Störungen erreichen mit 9,3 % aller Arbeitsunfähigkeitstage Platz 4 der wichtigsten Krankheitsgruppen
  • Betroffene gehen trotz psychischen Beschwerden weiterhin zur Arbeit, die Folge für Betriebe: spürbare Produktivitätseinbußen, da Betroffene weniger leistungsfähiger sind als gewohnt
  • Psychische Störungen haben einen erheblichen Anteil am Langzeit-Arbeitsunfähigkeitsgeschehen: 13 % bringen sie auf Platz 3 der häufigsten Diagnosegruppen
  • Häufigste Ursache für krankheitsbedingte Frühberentung sind psychische Störungen
  • Psychische Störungen sind unabhängig vom Alter und verursachen beträchtliche Kosten

Risikofaktoren in der Arbeitswelt für psychische Fehlbelastungen

  • Geringer Handlungsspielraum bei der Arbeit
  • Arbeiten unter hohem Zeitdruck
  • Schlechtes Verhalten der Führungskräfte
  • Schlechte Arbeitsumgebung
  • Angst vor Arbeitslosigkeit

Wie Sie psychische Fehlbelastungen heilen oder sogar verhindern können und weitere aktuelle Zahlen und Fakten erfahren Sie in den IGA-Fakten zum Thema „Psychische Gesundheit im Erwerbsleben“.

 

IGA/br