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10.05.2008_Rueckenbeschwerden_durch_psychische_Belastungen
© Matthias Balzer/PIXELIO

Gesundheitsschutz

Rückenbeschwerden durch psychische Belastungen

News | 10.05.2008

Seit einigen Wochen ist es ein nationales Arbeitsschutzziel: Reduzierung von Wirbelsäulenerkrankungen! Ein Teil des Vorhabens ist die Reduzierung von psychischen Belastungen, die maßgeblich zur Entstehung der Beschwerden beitragen können.

 

Es ist das Leid von vielen: ständiger Schmerz in Schulter und Nacken und ein ziehendes dumpfes Gefühl. Ca. 80 bis 85 % der Bevölkerung leiden mindestens einmal in ihrem Leben an Rückenschmerzen. Gründe hierfür sind häufig Verspannungen oder Probleme mit den Bandscheiben. Doch auch psychische Belastungen können mit ein Grund sein, dass immer mehr Beschäftigte unter Rückenbeschwerden leiden.

Physische und psychische Faktoren

Psychische und physische Fehlbelastungen können verstärkend aufeinander einwirken und somit zu dauerhaften erhöhten Muskelanspannungen führen. Dennoch sind für die Entstehung von Rückenschmerzen nicht nur berufliche Stressfaktoren verantwortlich, auch extreme private Belastungen sind demnach ein Faktor für erhöhte Schmerzbelastung.

Riskantes Unterfangen – hohe Anforderungen aber wenig Spielraum

Es ist eine erwiesene Tatsache: Besonders risikoreich für die Gesundheit eines Menschen ist eine  Arbeit, die eine extrem hohe psychische Belastung mit sich bringt, aber wenig Entscheidungsspielraum lässt. Beschäftigte, bei denen in diesen Punkten ein relatives Gleichgewicht herrscht, leiden deutlich seltener an Rückenbeschwerden, als Beschäftigte mit einer eher ungünstig gestalteten Arbeitssituation.

Erfolgreiche Prävention

Prävention psychischer wie auch physischer Fehlbelastungen muss sowohl im Arbeitsalltag als auch im Privatleben erfolgen. Im Berufsleben ist der Arbeitgeber verantwortlich, dass günstige Arbeitssituationen und ein angemessenes Gleichgewicht von Anforderungen und Entscheidungsspielräumen herrschen. Jeder Beschäftigte sollte für sich selbst für genügend Erholung, Bewegung und Kräftigung der Muskulatur sorgen.

 

Mehr Informationen zu diesem interessanten Thema finden Sie in dem Beitrag „Unter Spannung“, der von der  Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in der Zeitschrift faktor arbeitsschutz (Ausgabe Februar 2008) veröffentlicht wurde.

 

DGUV/br