iga-Umfrage: Beschäftigte wünschen sich nicht längere, aber flexiblere Pausen am Arbeitsplatz

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Hinweise für die elektronische Gestaltung von Unterweisungen im Homeoffice | 19.08.2021

Die arbeitsplatz- und tätigkeitsbezogene Unterweisung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört zu den unabdingbaren Elementen des betrieblichen Arbeitsschutzes. Die vermittelten Informationen, Erläuterungen und Anweisungen helfen dabei, Gefährdungen erkennen zu können und sich entsprechend zu verhalten, damit niemand zu Schaden kommt.

Da aufgrund der Pandemie viele Arbeitsplätze ins Homeoffice verlegt wurden, stellt sich nun oftmals die Frage, wie die Organisation und Durchführung von erforderlichen Unterweisungen für PC-Arbeitsplätze im Homeoffice aussehen kann, denn die Unterweisung ist für jeden Arbeitsplatz obligatorisch. Die Vorgabe ergibt sich u. a. aus dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und der DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ Eine neu erschienene „Fachbereich AKTUELL“ gibt nun Aufschlüsse über die Notwendigkeit und klärt einige wichtige organisatorische Fragen zur Unterweisung im Homeoffice.

 

Inhalte der Unterweisung

Inhaltlich sollte sich die Unterweisung auf die Gegebenheiten im Homeoffice beziehen. Dazu gehören etwa

  • Beleuchtung und Lichtverhältnisse
  • Raumklima und Lärm
  • Arbeitstisch und Arbeitsfläche
  • Sitzmöglichkeit, z. B. Büroarbeitsstuhl
  • Anordnung der Arbeitsmittel (zueinander im Raum)
  • IT-Ausstattung (Videokonferenzen)

 

Beschäftigte müssen darüber informiert werden, dass sie im Homeoffice eine größere Eigenverantwortung für die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz haben. Denn das Unternehmen hat dort keinen direkten Einfluss auf die Arbeitsplatzgestaltung. Davon betroffen sind beispielsweise die folgenden Faktoren:

  • Arbeitszeitgestaltung allgemein
  • Ruhe- und Bewegungspausen
  • Ergonomie
  • Elektrische Einrichtungen
  • Allgemeiner Zustand der Räume (Luftqualität und Klima, Beleuchtung etc.)
  • Beschaffenheit zurückzulegender Wege im häuslichen Bereich
  • Psychosoziale Belastungen

 

Zeitpunkt der Unterweisung

Bei der Neuaufnahme einer Tätigkeit ist unbedingt eine Erstunterweisung vorzunehmen. Gemäß § 4 Abs. 1 der DGUV Vorschrift 1 muss die Unterweisung dann regelmäßig wiederholt werden, mindestens jedoch 1-mal jährlich. Da viele Arbeitsunfälle durch menschliches (Fehl-)Verhalten passieren, ist es besonders wichtig, dass auf eine verstetigte Änderung des Verhaltens und der persönlichen Einstellung während der Arbeit hingearbeitet wird. Ein ständiges und wiederholtes Thematisieren ist daher sinnvoll.

 

Elektronische Unterweisung im Homeoffice

Auch für das Arbeiten im Homeoffice muss überprüft werden, ob eine Unterweisung wirksam war. Sie muss stets hinterfragt und ihre Umsetzung kontrolliert werden. Das Faktenblatt empfiehlt, die Unterweisung auf elektronische Weise durchzuführen und mit ergänzenden mündlichen Erläuterungen zu verbinden. Dies kann z. B. in Form von Video- oder Telefonkonferenzen erfolgen. Wichtig ist, dass die Möglichkeit für Rückfragen besteht. Nach der Unterweisung muss dabei stets auch eine Verständnisprüfung erfolgen. Kommt Unterweisungssoftware zum Einsatz, ist die Verwendung von geprüften und zertifizierten Produkten sehr zu empfehlen. Die DGUV (IAG) zertifiziert auf freiwilliger Basis elektronische Hilfsmittel für die Unterweisung auf der Grundlage eines entsprechenden Prüfgrundsatzes.

Achtung: Die ausschließliche Bereitstellung von Unterweisungsinhalten zum Selbststudium – z. B. mit einer Unterweisungssoftware – reichen nicht aus! Es fehlt die Möglichkeit zu Rückfragen und der mündliche Kontakt.

 

Dokumentation der Unterweisung

Gemäß DGUV Vorschrift 1 liegt eine Verpflichtung zur Dokumentation der Unterweisung vor. Dieser Nachweis kann beispielsweise über eine schriftliche Bestätigung, die von den Unterwiesenen und vom Unterweisenden unterschrieben werden, erbracht werden.

 

Quelle: ls | www.publikationen.dguv.de

 

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