Arbeitsstättensicherheit | 28.10.2013

Stolpern, Rutschen und Stürzen sind die häufigsten Unfallursachen in Beruf und Freizeit. Im Herbst und Winter kommen zu den allgemeinen Gefahrenquellen noch weitere hinzu. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) gibt Tipps, wie sich Stolper-, Rutsch- und Sturzunfällen in Betrieben und zu Hause vorbeugen lässt.


Beleuchtung checken

Oft sind es nur Kleinigkeiten, die zu schwerwiegenden Unfällen führen: herumliegende Gegenstände, rutschige Schuhsohlen oder einfach Unaufmerksamkeit. In der dunklen Jahreszeit spielt zudem mangelndes Licht eine Rolle. "Gute Sichtverhältnisse tragen viel zur Unfallvermeidung bei", erklärt Präventionsexperte Werner Reick von der BGW. Deshalb empfiehlt er im Herbst einen Beleuchtungscheck im und um das Gebäude. Vor allem geht es dabei um die Beleuchtung auf Gängen, Fluren und in Treppenhäusern. Wer schummrige Stellen entdeckt, kann zusätzliche Lampen anbringen oder in die vorhandenen stärkere Leuchtmittel einsetzen.

 

Laufwege frei halten

Aber nicht immer ist helles Licht erwünscht. "Wer es bei gedämpftem Licht gemütlich haben möchte, schaut sich am besten vorher gezielt nach möglichen Stolperquellen um und beseitigt sie", rät Reick. "Laufwege sollten immer frei bleiben – auch von Halloween-, Advents- oder Weihnachtsdekoration. Kabel, beispielsweise von Lichterketten, lassen sich so verlegen, dass sie keine Fußangeln bilden. Es gibt natürlich auch gefährliche Stellen, die man nicht einfach beseitigen kann, z. B. Teppichränder. Die sollten zumindest eben und erkennbar bleiben."

 

Für trockene Böden sorgen

Eine weitere Gefahrenquelle sind rutschige Böden. Gerade im Herbst und Winter wird oft Feuchtigkeit in Eingangsbereiche hineingetragen. Werner Reick: "Hier hilft eine Sauberlaufzone mit einer Nässe aufnehmenden Matte. Unabhängig davon empfiehlt es sich, Feuchtigkeit und Schmutz so schnell wie möglich von Böden zu entfernen."


Vorsichtig gehen und auf Profilsohlen achten

Zudem steigt in der dunklen Jahreszeit die Unfallgefahr im Freien. Es muss nicht einmal schneien oder frieren, damit es draußen glatt wird. Auch Herbstlaub und selbst Feuchtigkeit können zu Rutschpartien auf Straßen und Wegen führen. "Darum gilt zu Fuß das gleiche wie mit dem Auto: Hast und Eile am besten vermeiden", erklärt der Präventionsfachmann der BGW. "Und was für den Wagen der Winterreifen ist, ist für den Schuh die Profilsohle."

 

Quelle: Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)

 

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