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Arbeitsschutz in Herbst und Winter

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Stellen Sie sich frühzeitig auf die Veränderungen ein! | 02.11.2021

Die Tage werden kürzer, feuchtes Laub, ungünstige Lichtverhältnisse und überfrierende Nässe in der Hauptverkehrszeit und auf den Baustellen: Das unstete Wetter im Herbst bringt besondere Gefahren mit sich. Insbesondere auf Baustellen gilt es dabei, sich rechtzeitig auf die Witterungsbedingungen einzustellen. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) gibt Tipps, wie Sie sicher durch den Herbst kommen.

Gefährdungen durch Stolpern, Rutschen und Stürzen

Stolpern, Rutschen und Stürzen gehören zu den häufigsten Unfallursachen in Herbst und Winter. Dabei ergeben sich oftmals folgenschwere Unfälle. Schwere Verletzungen wie Knochenbrüche, starke Prellungen, Überdehnungen, oft verbunden mit langen Ausfallzeiten, sind leider keine Seltenheit. Stolperfallen unter Laub oder Schneedecke sowie schlechte Beleuchtung vergrößern das Sturzrisiko noch. Darüber hinaus müssen auch Gerüste, Laufstege und Treppen sauber gehalten und im Zweifelsfall gestreut werden, damit ein Ausrutschen verhindert werden kann. Die BG BAU empfiehlt zum Schutz von Beschäftigten daher auch das Anbringen von Gerüstplanen zum Schutz gegen schlechte Witterungsbedingungen.

 

Das richtige Licht bei schlechten Sichtverhältnissen

Gefährdungen entstehen in den Herbst- und Wintermonaten auf dem Weg von und zur Arbeit. Betroffen sind ebenfalls Wege und Zufahrten auf dem Betriebsgelände, auf den Parkplätzen und auf (Außen)treppen. Es müssen innerbetriebliche Verkehrsregelungen z. B. zum Einschalten von Licht an Fahrzeugen und zu Räum- und Streupflichten getroffen werden.

Wenn die Lichtverhältnisse schlecht sind, empfiehlt sich inbesondere eine Beleuchtung mit einer breit strahlenden oder asymmetrischen Lichtverteilung. Für Verkehrswege wird eine Beleuchtungsstärke von 20 Lux benötigt. Je nach Tätigkeit können jedoch auch bis zu 500 Lux notwendig sein. Besonders auf Baustellen bietet es sich an, Gefahrenbereiche und wichtige Verkehrswege gesondert hervorzuheben, beispielsweise durch eine andere Lichtfarbe oder durch eine mindestens doppelt so hohe Beleuchtungsstärke gegenüber der Umgebung. Grundsätzlich ist zu beachten, dass Lichtquellen regelmäßig gewartet und gereinigt werden müssen, um ihren vollen Nutzen zu entfalten.

 

Schutz durch angemessene Kleidung

Bei schlechten Witterungsbedingungen schützt die richtige Kleidung nicht nur vor Unfällen, sondern trägt auch zum Schutz vor körperlichen Erkrankungen bei. Demnach beugt z. B. wasser- und winddichte Wetterschutzkleidung dem Entstehen von chronischen Atemwegs- oder Gelenkerkrankungen vor. In Bezug auf die Lichtverhältnisse sollte Schutzkleidung verwendet werden, die durch Reflexstreifen auch bei schlechten Sichtverhältnissen oder Dunkelheit aus bis zu 150 Metern Entfernung zu erkennen ist. Die Farbe und Leistungsklasse der Warnkleidung muss gemäß den entsprechenden Anforderungen gewählt werden.

Was kann der Arbeitgeber zur Verbesserung der Arbeitssicherheit tun?

 

Was können die Mitarbeiter beitragen?

 

Quelle: ls | Stefan Johannsen, Dipl.-Biologe | www.bgbau.de

 

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