schweren Arbeitsunfälle

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Verkehrsunfälle verursachen Großteil der schweren Arbeitsunfälle | 21.06.2019

Verkehrsunfälle bei der Arbeit enden besonders häufig mit schweren Verletzungen oder dem Tod. Das geht aus einer Studie des Spitzenverbands der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), hervor. Auf Unfälle mit Fahrzeugen im Straßenverkehr entfallen danach zwei Fünftel der Unfalltoten und ein Fünftel der neuen Rentenfälle, die in der Studie untersucht wurden. Konkret waren dies 343 Unfalltote und 2.456 neue Unfallrenten im Jahr 2017.

"Schwere Unfälle sind immer auch ein Signal dafür, dass Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit nicht den Stellenwert im Unternehmen haben, den sie verdienen", sagt Gregor Doepke, Leiter der Kommunikation der DGUV. "Ziel unserer Kampagne ist es, das zu ändern. Wir stellen bewusst 'blöde Ideen' - also regelverletzendes Verhalten - ins Zentrum unserer Kommunikation. Wir versprechen uns davon einen Überraschungseffekt, der dazu führt, dass man über den eigenen Umgang mit Sicherheit und Gesundheit nachdenkt. Im selben Atemzug fordern wir Beschäftigte und Führungskräfte dazu auf, es besser zu machen, und geben entsprechende Hinweise." Auch wenn das zunächst banal erscheine, für Fragen wie "Haben wir genug Zeit für Sicherheit und Gesundheit?", "Sprechen wir offen über Fehler?" oder "Betrachten wir Sicherheitsverstöße als Kavaliersdelikte?" fänden viele Unternehmen im Arbeitsalltag nicht ausreichend Zeit. Das sei nicht nur aus Sicht der Prävention ein Fehler, sondern auch betriebswirtschaftlich, so Doepke: "Meist findet man über dieses Gespräch konkrete Verbesserungen für die eigenen Betriebsabläufe. Zudem ist wissenschaftlich belegt, dass Investitionen in Sicherheit und Gesundheit sich positiv auf das Betriebsergebnis auswirken."

Beiträge für Film- und Medienfestival gesucht

Verkehrssicherheit ist auch eines der Themen, mit denen sich Betriebe, Auszubildende und Filmschaffende beim aktuellen Wettbewerb der Kampagne beteiligen können. Gesucht werden Film- und Medienproduktionen, die sich mit Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und im Verkehr befassen. Die Beiträge werden beim kommmitmensch Film & Mediafestival auf der Arbeitsschutzfachmesse A+A im Herbst in Düsseldorf zu sehen sein. Weitere Informationen zum Festival, zum Wettbewerb und den Preisen gibt es im Internet unter www.kommmitmensch.de.

Hinweis zur Studie

Ziel der Studie "Schwerpunktsetzung in der Prävention nach den Kriterien der Vision Zero" war es, mit Hilfe statistischer Auswertungen und fachlicher Expertise Handlungsfelder für die Präventionsarbeit der gesetzlichen Unfallversicherung zu identifizieren. In dem Projekt wurde ein Ausschnitt des Unfallgeschehens betrachtet. Die weiter oben gemachten Angaben zu Anteilen von Verkehrsunfällen am Unfallgeschehen insgesamt beziehen sich auf diesen Ausschnitt und nicht auf die Zahlen, die die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung in den Geschäfts- und Rechnungsergebnissen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen ausweist.

Hintergrund "kommmitmensch"

kommmitmensch ist die bundesweite Präventionskampagne von Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und ihrem Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Hintergrund ist, dass die Zahl der Arbeitsunfälle in den vergangenen Jahren nicht mehr deutlich gesunken ist. Um dem Ziel der Vision Zero, einer Welt ohne Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen, weiter näher zu kommen, braucht es deshalb einen ganzheitlichen Ansatz: kommmitmensch unterstützt Unternehmen und Bildungseinrichtungen dabei, eine Präventionskultur zu entwickeln, in der Sicherheit und Gesundheit Grundlage allen Handelns sind.

Filme und weitere Informationen unter: www.kommmitmensch.de

 

Quelle: dguv.de

 

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