Arbeitsunfallrisiko 2019 gesunken

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Neue Ergebnisse: Arbeitsunfallrisiko 2019 gesunken | 07.07.2020

Eine Erhebung der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, die kürzlich von der DGUV veröffentlicht wurde, zeigt, dass das Arbeitsunfallrisiko im Jahr 2019 niedriger gewesen ist als im Jahr zuvor. Erfahren sie mehr über die Ergebnisse.

Arbeitsunfälle im beruflichen Kontext

Im Jahr 2019 gab es erstmals die Kategorie "Arbeitsunfälle im beruflichen Kontext". Zu dieser gehören alle Unfälle, die beschäftigte und Unternehmer erlitten haben. Ausgeschlossen werden andere Versichertengruppen, wie z. B. Ehrenamtliche oder Nothelfer. Diese zusätzliche Information ermöglicht einen differenzierteren Blick auf die verschiedenen Versichertengruppen.

Im beruflichen Kontext ereigneten sich im Berichtsjahr über 811.000 Arbeitsunfälle. Das Risiko, einen Unfall bei der Arbeit zu erleiden, sank damit im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent.

Einen tödlichen Ausgang nahmen 332 Arbeitsunfälle im beruflichen Kontext. Das ist einer mehr wie 2018.

Arbeitsunfälle anderer Versichertengruppen

Die Personengruppe, die nicht zur oben erläuterten Kategorie gezählt wird, erlitt im Erhebungsjahr knapp 60.000 Arbeitsunfälle und ca. 6.200 Wegunfälle. 147 Menschen kamen bei einer versicherten Tätigkeit ums Leben, das sind 76 mehr als im Vorjahr.

Gesamtzahlen

Fasst man die oben erläuterten Versichertengruppen zusammen, so ergeben sich für 2019 folgende Gesamtzahlen: Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle beläuft sich auf ca. 871.000 und damit gut 5.000 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Wegeunfälle sank ebenfalls, nämlich um 1.800 auf ca. 186.00 Fälle. Knapp 500 Menschen verstarben bei der Verrichtung einer versicherten Tätigkeit, ca. 300 auf dem Weg dorthin oder wieder zurück.

Berufskrankheiten

2019 erhielten die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen über 78.000 Anträge zur Anerkennung einer Berufskrankheit, von denen knapp die Hälfte bestätigt wurde. Das sind 2.700 Fälle weniger als im Jahr 2018.

Die häufigsten Fälle sind Hauterkrankungen, Lärmschwerhörigkeit oder durch Asbest bedingte Berufskrankheiten. Asbest bleibt häufigste Todesursache.

Schul(weg)unfälle

Im Jahr 2019 ereigneten sich mehr Unfälle in der Schülerunfallversicherung als in 2018, nämlich über 1,1 Millionen Fälle. Dahingegend sank die Zahl der Schulwegunfälle auf 108.000. Im ganzen Jahr endeten 44 Schülerunfälle tödlich, davon 39 auf dem Weg von oder zu Bildungseinrichtung.

Ausführlicher Bericht

Den vollständigen Bericht mit allen Ergebnissen finden Sie hier.

 

Quelle: sh / Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)

 

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