Gefährdungen auf der Höhe der Zeit beurteilen

© MK-Photo - Fotolia.com

Gefährdungen auf der Höhe der Zeit beurteilen | 07.06.2017

"Gefährdungsbeurteilung auf der Höhe der Zeit - eine Herausforderung für den Arbeitgeber": Unter diesem Titel lud der Ausschuss für Betriebssicherheit (ABS) am 31. Mai 2017 zu einer Fachveranstaltung ins Bundespresseamt nach Berlin ein. Rund 200 Fachleute folgten der Einladung. Sie informierten sich gezielt über verschiedene Aspekte der Gefährdungsbeurteilung bei der Verwendung von Arbeitsmitteln. Dabei befassten sie sich mit Fragen zur Aktualität der Gefährdungsbeurteilung und zur Berücksichtigung neuer Gefährdungen. Ebenso standen Anforderungen hinsichtlich Beschaffung, Verwendung und Umbau von Arbeitsmitteln sowie Prüfungen und prüfpflichtige Änderungen von Arbeitsmitteln auf dem Programm.

In seinem Grußwort hob Peer-Oliver Villwock, Unterabteilungsleiter im Bundesarbeitsministerium, hervor, dass mit dem Erlass der Betriebssicherheitsverordnung im Jahr 2002 die Gefährdungsbeurteilung als zentrales Instrument für einen praxisgerechten und effizienten Arbeitsschutz auch im Bereich der Betriebs-und Anlagensicherheit etabliert worden sei. Mit der Neufassung im Jahr 2015 sei eine deutliche Konkretisierung der Vorgaben zur Gefährdungsbeurteilung im Hinblick auf die sichere Verwendung von Arbeitsmitteln erfolgt.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung befassten sich die Vorträge mit dem notwendigen Umfang einer Gefährdungsbeurteilung und deren Dokumentation. Zudem ging es um die Auswirkungen der Industrie 4.0 auf die Sicherheit und den Gesundheitsschutz sowie die Ermittlung psychischer Gefährdungen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung. Weitere Beiträge stellten einen ganzheitlichen Ansatz zum sicheren Betreiben von Maschinen vor und gaben Empfehlungen zum Kauf lärmarmer Maschinen auf Basis der Geräuschemissionsangaben. Weitere Themen waren die Festlegung des Sollzustandes eines Arbeitsmittels durch den Arbeitgeber sowie das Prüfen der sicheren Funktion von Arbeitsmitteln.

Am Ende der jeweiligen Themenblöcke sowie in den Pausen nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zu Diskussionen und intensivem fachlichen Austausch mit den Referenten und Mitgliedern des Ausschusses.

Der Ausschuss für Betriebssicherheit ist ein Beratungsgremium des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Der Ausschuss erarbeitet Technische Regeln und Empfehlungen im Hinblick auf Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Verwendung von Arbeitsmitteln, bei lärm- und vibrationsbezogenen Gefährdungen, bei künstlicher optischer Strahlung sowie bei Gefährdungen durch elektromagnetische Felder am Arbeitsplatz. Die Geschäftsstelle ist bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin angesiedelt.

 

Quelle: www.baua.de

 

Produktempfehlung

Prüf- und Dokumentationsmappe: GefährdungsbeurteilungenPrüf- und Dokumentationsmappe: Gefährdungsbeurteilungen

Die Mappe bietet eine einfache Möglichkeit, Gefährdungen zu erfassen, zu beurteilen und richtig zu dokumentieren.

>> mehr Informationen

Rechtsvorschriften

Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV)

Für PREMIUM-User ist der Zugriff auf alle Rechtsvorschriften frei.

Kostenlos_fuer_Premium_Kunden Sie sind noch kein PREMIUM-User?

>> Mehr Informationen

Mehr zum Thema

Arbeitsstätten sicher einrichten, betreiben, instand halten – Gefährdungsbeurteilung nach Arbeitsstättenverordnung durchführen

Gesundheit als Führungsziel

Psychische Belastungen: Lob für Handlungshilfe zur Gefährdungsbeurteilung