Gefahrstoffe / Chemikalien | 02.04.2013

Ein Moment der Unachtsamkeit und schon ist es passiert: Bei der Entsorgung oder dem Wechsel alter ausgebrannter Leuchtstoffröhren geht eine der Röhren zu Bruch und innerhalb von Sekunden kommt es zu einer gefährlichen Quecksilberexposition. Doch wie gefährlich ist der freiwerdende Hg-Dampf tatsächlich für die Beschäftigten und wie effektiv sind Schutzmaßnahmen? Die Unfallkasse Hessen hat sich im Rahmen eines Projektes eingehend mit diesen Fragen beschäftigt und die Ergebnisse nun in einem Untersuchungsbericht veröffentlicht.

 

Leuchtstoffröhren und Leuchtstofflampen - die sogenannten "Gasentladungslampen" - sind mittlerweile allgegenwärtig. Sie sind leistungs- und energieeffizient und einfach zu installieren. Wenn Sie zu Bruch gehen, können sie jedoch das gefährliche Hg-Gas freisetzen, welches vom Körper extrem leicht über die Lungen aufgenommen wird (Resorptionsquote ca. 80%).

 

Die Unfallversicherungsträger haben in einem groß angelegten Projekt Informationen zu Sammelpraxis und Recycling von Leuchtmitteln zusammengetragen und in einer Reihe von Prüfversuchen die tatsächliche Quecksilberexposition beim Bruch festgestellt. Außerdem wurden eine Reihe von Schutzmaßnahmen zur Reduzierung der Quecksilberexposition auf ihre Effizienz getestet.


Sie können den Untersuchungsbericht kostenfrei auf der Internetseite der DGUV herunterladen.

Quelle: DGUV / UK Hessen / rd

 

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