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Schutzmaßnahmen im Ex-Schutz | 19.08.2021

Die TRGS 722 „Vermeidung oder Einschränkung gefährlicher explosionsfähiger Gemische“ wurde im Februar 2021 vollständig überarbeitet und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales bekannt gegeben. Damit verliert die bisherige TRBS 2152 Teil 2/TRGS 722 ihre Gültigkeit. Welche Neuerungen bringt die Überarbeitung mit sich?Welche Vorkehrungen müssen betroffene Betriebe treffen, um bestmöglich vor gefährlichen explosionsfähigenGemischen geschützt zu sein?


Generell konkretisiert die überarbeitete TRGS 722 Anforderungen der Gefahrstoffverordnung. Im Rahmen ihres Anwendungsbereichs bildet sie den Leitfaden zur Beurteilung von Explosionsgefährdungen, die durch Stoffe und Gemische (im Folgenden als Gefahrstoffe bezeichnet) hervorgerufen werden können. Gleichzeitig werden Schutzmaßnahmen zur Vermeidung oder zur Einschränkung explosionsfähiger Gemische vorgestellt.

 

Begriffsbestimmungen

Im ersten Schritt wurde der Abschnitt „Begriffsbestimmungen“ neu aufgenommen, wobei der Begriff „Betriebskonzept“ näher definiert wird. So bilden „alle Einrichtungen, Prozess- und Betriebsbedingungen, die für den bestimmungsgemäßen Betrieb der Anlage […] erforderlich sind“, ein Betriebskonzept. Darin eingeschlossen sind neben dem bestimmungsgemäßen Betriebsablauf u. a. auch An- und Abfahrprozesse sowie Wartungsarbeiten. Beispiele für die oben genannten Einrichtungen können u. a. Lüftungs oder Absauganlagen darstellen.

 

Informationsermittlung Gefährdungsbeurteilung

Ebenfalls neu aufgenommen wurde das ausführliche Thema „Informationsermittlung Gefährdungsbeurteilung“. Zunächst werden konzeptionelle Überlegungen vorgestellt, die bei der Planung einer entsprechenden Anlage berücksichtigt werden sollten. Werden große Mengen brennbarer Gefahrstoffe gehandhabt, so sollte dies immer in geschlossenen Anlagen erfolgen. Diese Sicherheitsüberlegung ist bereits bei der Planung einer Anlage zu berücksichtigen. Grundlegend problematisch bei der Handhabung in geschlossenen Systemen ist das Befüllen und Entleeren von Behältern. Eine Möglichkeit, betriebsbedingte Stoffaustritte zu vermeiden, ist z. B. ein Vollschlauchsystem. Des Weiteren muss auch die Mengenbegrenzung bedacht werden. So ist es aus sicherheitstechnischen Überlegungen empfehlenswert, möglichst kleine Portionen brennbarer Gefahrstoffe zu handhaben.

 

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Rechtsvorschriften

TRGS 722: Vermeidung oder Einschränkung gefährlicher explosionsfähiger Gemische

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