News | 20.11.2008

In Deutschland leiden immer mehr Menschen unter arbeitsbedingten psychischen Belastungen, wodurch jährlich volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von 6,3 Milliarden Euro entstehen.

 

Laut einer Studie des BBK Bundesverbandes teilen sich die Kosten wie folgt auf:

  • 3 Milliarden Euro direkte Kosten für die Krankheitsbehandlung
  • 3,3 Milliarden Euro Produktionsausfallkosten.

Alles in allem berufen sich die Kosten durch arbeitsbedingte Erkrankungen und Frühberentung auf volkswirtschaftliche Kosten von 44 Milliarden Euro.

 

Als ein wesentliches Risiko für psychische Erkrankungen wird ein geringer Handlungsspielraum der Arbeit gesehen. Insbesondere Mitarbeiter aus folgenden Branchen sind beispielsweise von monotonen Arbeiten mit geringer Entscheidungsfreiheit betroffen:

  • Baugewerbe
  • Stahlbau
  • Maschinenbau
  • Fahrzeugbau
  • Dienstleistungsbranchen.

Eine bedeutende Rolle im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen bei der Arbeit spielen die Führungskräfte. Die Beeinflussung auf optimale Anpassung von Aufgaben und Qualifikationen, Terminen, Zeit, Zielen, wertschätzende Rückmeldungen über Leistungen und Sozialverhalten, Entscheidungs- und Handlungsspielräume sowie die Beteiligung von Mitarbeitern liegt in deren Hand.

 

Mehr Informationen zu diesem Thema und aktuelle Zahlen liefert die Kampagne „Move Europe“ des BKK Bundesverbandes.

 

BKK/br