Gesundheitsschutz

News | 29.10.2012

Das von den Meteorologen angekündigte Herbstwetter schlägt vielen schon jetzt aufs Gemüt. Viele Menschen klagen über Antriebslosigkeit und Konzentrationsschwäche. Mit dem Zurückstellen der Uhren um eine Stunde in der Nacht von Samstag auf Sonntag beginnt die Winterzeit. Dann nimmt die Zahl der Dunkelheitsfahrten zu und damit auch das Unfallrisiko. Wer sich dann noch einer schwermütigen Stimmung hingibt, dürfte doppelt gefährdet sein, vermutet der ACE (Auto Club Europa).

 

Bei Dunkelheit Geschwindigkeit drosseln
Der ACE rät außerdem, bei Dunkelheit die Geschwindigkeit im Interesse der Unfallverhütung zu drosseln und macht dazu auf die strengen Anforderungen der Rechtsprechung aufmerksam.


Situation: Ein PKW-Fahrer war nachts auf einer Landstraße mit 65 km/h unterwegs und konnte nicht rechtzeitig vor einem Hindernis (Pferd) anhalten.


Dazu führt das Oberlandesgericht Hamm 25.04.2006 – 9 U 7/05 – aus: Eine Geschwindigkeit von 65 km/h und mehr bei Dunkelheit auf einer Landstraße genügt nicht den Anforderungen eines Fahrens auf Sicht, weil die Erkennbarkeitsentfernung in Bezug auf Pferde nicht mehr als 30 Meter beträgt. Ein Sachverständiger hat in dem Prozess zudem festgestellt, dass bei einem “Fahren auf Sicht” die Annäherungsgeschwindigkeit bei Fahren mit Abblendlicht maximal 46 km/h oder bei einer Bremsung des Kl. vor dem Zusammenstoß mit den Pferden 56 km/h hätte betragen dürfen.

 

Nicht mehr Falschfahrer unterwegs
Es gibt laut ACE bislang keine belastbaren Hinweise für die Annahme, dass Geisterfahrer häufiger im Herbst unterwegs sind, etwa in Folge depressiver Stimmung. Es kann aber sein, dass aufgrund eingeschränkter Sicht etwa wegen Nebels, Fahrer auf die falsche Spur geraten. Die Zahl von Nebelunfällen ist aber in den vergangenen Jahren gesunken und Falschfahrerunfälle haben nicht zugenommen; nach Auskunft des Bundesverkehrsministeriums werden konstant etwa 1700 Falschfahrer jährlich registriert. Die meisten Verkehrsgefährdungen dieser Art gehen glücklicherweise glimpflich aus.

 

Ruhepausen ganz wichtig
Falsch ist es, besonders auf langen Strecken in einem überheizten Auto unterwegs zu sein. Das macht müde, warnen die ACE-Experten. Wer ab und zu über die Seitenfenster lüftet, macht sich wenigstens für eine gewisse Zeit wieder munter. Bei den ersten Anzeichen für schwere Augenlider und bei Gähn-Attacken hilft aber nur sofort anhalten und pausieren. Von koffeinhaltigen Muntermachern wie Kaffee und Cola rät der ACE ab, die Effekte würden sich schnell wieder verflüchtigen.

 

rd/ ACE Auto Club Europa (Pressemeldung vom 23.10.2012)

 

 

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