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Vielen Beschäftigten fehlt der soziale Kontakt im Homeoffice | 09.12.2021

Seit fast zwei Jahren arbeiten Beschäftigte vermehrt im Homeoffice. Mit der Novelle des Infektionsschutzgesetzes ist es mittlerweile sogar verpflichtend, dass der Arbeitsort in die privaten Räumlichkeiten zuhause verlagert wird. Doch wie wird die Situation im Allgemeinen von den Beschäftigten wahrgenommen? Dies hat die DGUV in einer Befragung unter 1.000 Beschäftigten im Homeoffice in Erfahrung gebracht.

Der zeitliche Rahmen der Befragung war zwischen dem 06.12.2021 und dem 13.10.2021 und die Ergebnisse können als repräsentativ eingestuft werden.

 

Arbeitsbelastung im Präsenzarbeiten vs. Homeoffice

Rund 31 % der Befragten schätzen die Belastung durch Homeoffice als höher ein, zwei Drittel schätzen sie als gleichbleibend ein. Nur 10,7 % sagen, dass die Belastung aus ihrer Sicht abgenommen hat. Die größte Belastung macht laut den Aussagen der befragten Personen der Mangel an sozialen Kontakten aus: Rund 50 % gaben an, dass ihnen der soziale Austausch mit Kolleginnen und Kollegen fehle. Ein weiterer Hauptaspekt betrifft die fehlende Bewegung: 34,1 % gaben an, dass das ständige Sitzen am heimischen Schreibtisch ein großes Problem für Sie darstelle. Darüber hinaus sei auch die fehlende klare Trennung zwischen Privatleben und Beruf für 30,2 % der Menschen eine Belastung.

 

Vorbeugende Maßnahmen gegen Vereinsamung

Laut Gregor Doepke, Leiter der Kommunikation der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, zeigen die Zahlen, dass „das permanente Arbeiten von zu Hause auch nach fast zwei Jahren Pandemie keine Selbstverständlichkeit ist“. Wichtig zur Vorbeugung gegen die Vereinsamung seien regelmäßige digitale Treffen zwischen Führungskräften und Beschäftigten, um den Kontakt zu halten und die Kommunikation innerhalb der Abteilung zu fördern.

Einen erheblichen Einfluss auf die allgemeine Belastungssituation hat auch die ergonomische Gestaltung von Arbeitsmitteln im Homeoffice. Durch gute Ausstattung, gut überlegte Arbeitsstrukturen und ausreichend Bewegung kann das Wohlbefinden der Beschäftigten gesteigert werden. Führungskräfte können hier auf die Sinnhaftigkeit von bewegten Pausen hinweisen.

 

Psychische Belastungen

Einhergehend mit der besonderen Situation im Homeoffice können bei manchen Menschen psychische Belastungen verstärkt werden. Die DGUV bietet hierzu eine Reihe von Handlungshilfen an, die bei der Prävention hilfreich sein können und die Belegschaft zum zielführenden Austausch über den Umgang mit der Pandemie im Betrieb anregen können.

 

Quelle: ls | www.dguv.de

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