Gesundheitskompetenz der Beschäftigten fördern – nachhaltige Verhaltensänderungen etablieren

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Gesundheitskompetenz der Beschäftigten fördern – nachhaltige Verhaltensänderungen etablieren | 07.09.2017

Obwohl es in vielen Unternehmen Arbeitsmittel und Angebote gibt, die die Belastungen für das Muskel-Skelett-System senken, fällt es Beschäftigten oft schwer, ihr Verhalten daran anzupassen. Die neue Hebehilfe wird nicht genutzt, der Büroarbeiter hat den höhenverstellbaren Arbeitstisch noch nicht ein einziges Mal verstellt und auch andere Hilfsmittel für die tägliche Arbeit, die die Gesundheit schützen sollen, verwenden die Beschäftigten nur sporadisch.

Vertraute Arbeitsroutinen werden beibehalten, neu Gelerntes nicht umgesetzt.

Hier setzt der Fahrplan „Gesundheitskompetenz in der Arbeitswelt" mit sechs zentralen Empfehlungen an (www.gdabewegt.de):

Es soll Arbeitgeber und Führungskräfte darin unterstützen,

das Gesundheitsverhalten der Beschäftigten zu verstehen,

  • aus diesem Verständnis heraus geeignete Maßnahmen zu ergreifen,
  • und Gesundheitskompetenz und Veränderungsbereitschaft insgesamt zu fördern.

Dazu sind folgende 6 Tipps zu beachten:

  1. mit gutem Beispiel voranzugehen (Wege entstehen dadurch, dass man sie geht): Führungskräfte gehen mit gutem Beispiel voran und überzeugen so ihre Mitarbeitenden. Sie begeistern ihr Team – glaubhaft und verlässlich.
  2. ihren Beschäftigten zuzuhören (Miteinander reden ist gesund): Gerade das Verborgene oder Unangenehme ist für eine Veränderung wichtig. Dies kann man vor allem durch ein offenes Ohr und geduldiges Zuhören erfahren.
  3. Rückschläge einzukalkulieren und sich davon nicht entmutigen zu lassen (Aus Fehlern lernen): Ein Weg ist selten geradlinig. Rückschläge sind normal. Auch wenn wir Fehler zulassen, kommen wir voran.
  4. gesundheitskompetente Beschäftigte als Gewinn für das Unternehmen zu verstehen (Die eigene Gesundheit im Blick): Menschen handeln gesundheitskompetent, wenn sie Entscheidungen treffen, die sich positiv auf die eigene Gesundheit auswirken. Gesundheitskompetente Mitarbeitende stärken das Unternehmen.
  5. die individuellen Gesundheitsentscheidungen der Beschäftigten zu akzeptieren (Jeder Mensch ist anders): In einer gesunden Organisation treffen Menschen Entscheidungen für ihre Gesundheit auf ihre Weise.
  6. das Ziel im Blick zu behalten (Dranbleiben lohnt sich): Das Verhalten zu ändern ist eine tägliche Herausforderung. Wir behalten das Ziel im Blick – auch kleine Schritte bringen uns voran.

Erst das Zusammenspiel von Unternehmern und Beschäftigten kann die Gesundheitskompetenz im Betrieb nachhaltig verbessern.

Fach- und Führungskräften kommt dabei eine maßgebliche Rolle zu: Sie setzen Ziele, treffen Entscheidungen und gehen mit gutem Beispiel voran. Der Fahrplan soll ihnen als Erinnerungsstütze und Motivationshilfe dienen, ganz im Sinne der wichtigsten Erkenntnis: Veränderungsprozesse brauchen Zeit und Menschen, die sich um sie kümmern.

 

Quelle: www.gdabewegt.de

 

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