Betriebliche Sozialarbeit – wichtiger Baustein zur Stabilisierung der Mitarbeitergesundheit

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Betriebliche Sozialarbeit – wichtiger Baustein zur Stabilisierung der Mitarbeitergesundheit | 08.09.2017

Die betriebliche Sozialarbeit (BSA) – auch betriebliche Sozialberatung (BSB) – ist ein spezielles Aufgabengebiet innerhalb der sozialen Arbeit, mit entsprechenden Zielen und Grundsätzen.

Die BSB bringt einen persönlichen Nutzen für die Mitarbeiter und finanziellen Nutzen für Unternehmen.

Da Probleme im finanziellen, familiären, persönlichen und gesundheitlichen Bereich einen Einfluss auf die Arbeitsqualität haben, gehören sie gleichermaßen zum Beratungsangebot der BSB, wie die Beratungen bei Schwierigkeiten und Konflikten am Arbeitsplatz.

Körperliche, psychische und soziale Prozesse stehen in Wechselwirkung zu Arbeitsbedingungen und Leistungsfähigkeit. Soziale Beziehungen beeinflussen das Arbeitsklima, die Motivation, die Fehlzeiten und nicht zuletzt die Qualität der Arbeit. Auch persönliche Kompetenzen sowie familiäre und soziale Bedingungen haben wesentlichen Einfluss auf das Arbeitsleben. Die ganzheitliche Betrachtung des Menschen und seines Umfeldes gewinnt deshalb auch für Unternehmen zunehmend an Bedeutung.

Aufgabe der betrieblichen Sozialberatung ist es, die psychosoziale Gesundheit und Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten zu fördern. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit und Serviceorientierung von Unternehmen und Verwaltungen. Betriebliche Sozialberatung unterstützt Mitarbeiter in Problemsituationen. Zusätzlich zur Suchtberatung und -prävention rücken Themen wie Schulden, soziale Schieflagen, Wiedereingliederung und Konflikte am Arbeitsplatz in den Mittelpunkt. Hier setzt die Sozialberatung im Unternehmen an.

Sozialberatung in Unternehmen aktiviert die persönlichen, sozialen und betrieblichen Ressourcen der Beschäftigten und Führungskräfte eines Unternehmens durch die

  • Stützung und Förderung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit,
  • Erhaltung der Lebens-Balance,
  • Aktivierung und Stärkung persönlicher Ressourcen,
  • Erweiterung sozialer und kommunikativer Kompetenzen,
  • Verringerung von persönlichen Belastungen,
  • Verbesserung der Konfliktlösungsfähigkeit bei Einzelnen und Teams,
  • Verbesserung der Arbeitszufriedenheit und des Wohlbefindens,
  • Erhöhung der Resilienz.

Die Globalisierung und die mit ihr verbundenen großen Veränderungen der Arbeitswelt haben auch das Aufgabengebiet der betrieblichen Sozialberatung erheblich verändert. Stressbewältigung, Konfliktmanagement, betriebliche Gesundheitsförderung, betriebliches Gesundheitsmanagement, Gesundheitscoaching, Burnout-Prävention, Case-Management, psychische Gesundheit und gesundes Führen sind nur einige der Themen, denen sich Unternehmen und ihre Mitarbeiter stellen müssen.

stark serviceorientierte Weiterentwicklung der betrieblichen Sozialberatung. Sie ergänzen heute die Arbeit der betrieblichen Sozialberatung unter den Bedingungen der flexiblen und globalisierten Arbeitswelt. Dabei handelt es sich überwiegend um externe Dienstleister, die durch hohe Servicequalität und exzellente Beraterqualifikationen bestechen. Erreichbarkeit rund um die Uhr, ein breites Spektrum von Experten, unterschiedliche Beratungsformen (Telefon, Face-to-Face, Online) und zahlreiche weitere Dienstleistungen aus einer Hand:

  • Pflegeberatung,
  • Rechtsberatung,
  • Schuldnerberatung,
  • Familienservice,
  • Kinderbetreuung.

 

Autor: Stefan Johannsen, Diplom-Biologe

 

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