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Aktuelle Befragung zeigt Bedeutungszuwachs des Gesundheitsschutzes in Unternehmen | 30.11.2021

In einer Umfrage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) mit dem Titel „Lehren aus der Pandemie: Zukünftige Entwicklungen des Arbeitsschutzes aus Sicht der Betriebe“ wurden im August 2021 circa 2.000 Betriebe in Deutschland zu den personenbezogenen und sonstigen Schutzmaßnahmen während und potentiell auch nach der Pandemie befragt. In einer Pressemitteilung hat die BAuA die Ergebnisse nun kurz skizziert.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wurden seit Beginn der Pandemie regelmäßig Beschäftigte in der Geschäftsführung befragt, um Veränderungen während der Pandemie abzubilden. Im Mittelpunkt der Befragung standen dabei die aktuelle Umsetzung verschiedener Arbeitsschutzmaßnahmen sowie ihre Einschätzung zum zukünftigen Stellenwert des Arbeitsschutzes im Betrieb.

 

Ergebnisse – personenbezogene Maßnahmen

Insbesondere personenbezogene Maßnahmen zum Infektionsschutz sind bedeutsam: Im Zuge dessen bleibt das Bereitstellen von Masken (88 %) sowie das festgelegte Fernbleiben vom Arbeitsplatz bei Erkältungssymptomen (83 %) die am häufigsten genannte Maßnahme zur Eindämmung der Neuinfektionen. Laut der Studie möchten über die Hälfte der Betriebe diese Maßnahmen auch nach der Beendigung der epidemischen Lage beibehalten.

 

Technische und organisatorische Maßnahmen

Im Bereich der technischen und organisatorischen Maßnahmen möchten die befragten Betriebe Maßnahmen wie die räumliche Trennung und das Angebot von Telearbeit beibehalten. Dies deutet auf ein Umdenken in der betrieblichen Organisation sowie der Einstellung zum Arbeitsschutz hin.

Unterstrichen wird dies zusätzlich durch die Einschätzungen der Betriebe zum künftigen Umgang mit dem Arbeits- und Gesundheitsschutz: Zwei Drittel der befragten Personen geben an, dass der Arbeitsschutz im Unternehmen in Zukunft stärker berücksichtigt werden soll, die Beschäftigten stärker beteiligt werden sollen (3/4 der Befragten Personen). Die Hälfte der Befragten vertritt außerdem die Meinung, dass die Qualifizierung von Führungskräften in Sachen Arbeitsschutz in Zukunft eine bedeutsamere Rolle spielen soll.

 

Unterschiede nach Unternehmensgröße

Besonders Großunternehmen gaben an, dass sie in Zukunft stärker in digitale Instrumente des Arbeitsschutzes investieren wollten und verstärkt Homeoffice und Telearbeit anbieten wollen. Durch die Pandemie hätte der Gesundheitsschutz in Betrieben insgesamt mehr an Bedeutung gewonnen, wodurch sich für betriebliche und institutionelle Akteure im Arbeitsschutz gute und wichtige Anknüpfungspunkte für Maßnahmen ergeben, die die Arbeit sicher und gesundheitsgerecht gestalten können.

Den vollständigen Bericht können Sie unter www.baua.de/dok/8865298 herunterladen.

 

Quelle: www.baua.de

 

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