iga.Barometer

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Neues iga.Barometer veröffentlicht | 03.07.2020

Für viele Unternehmen war in letzter Zeit Homeoffice eine gute Möglichkeit, die Corona-Krise zu meistern. Eine neu veröffentlichte repräsentative Umfrage von rund 2.000 Beschäftigten und Selbstständigen Erwerbstätigen der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) zeigt jedoch, dass die Zahl von Berufstätigen im Homeoffice schon innerhalb der letzten drei Jahre zugenommen hat. Lesen Sie hier die weiteren Ergebnisse des iga.Barometers 2019.

Iga.Barometer 43

Das iga.Barometer 2019 hat das Schwerpunktthema „Sinn und Arbeit“. Die Ergebnisse liefern einen detaillierten Überblick über die Wahrnehmungen der Erwerbsbevölkerung und ermöglichen somit die Entwicklung zielgerichteter Präventionsansätze in der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Grundsätzlich zeigt der Vergleich zwischen diesem und dem letzten Barometer 2016 viele positive Entwicklungen bezogen auf Arbeitsbedingungen und Gesundheit. Doch es gibt auch negative Aspekte.

Homeoffice gewinnt an Bedeutung

In 2019 hatten bereits 35 Prozent der Befragten die Möglichkeit, ihre Arbeit von zu Hause aus oder unterwegs zu erledigen, was ein Plus von 7 Prozent gegenüber der letzten Erhebung 2016 darstellt. Davon profitieren vor allem Führungskräfte, denn fast die Hälfte von ihnen macht vom Homeoffice Gebrauch.

Gleitzeitregelungen

Außerdem wurden Möglichkeiten zur flexiblen Arbeitsgestaltung ermittelt. So gaben 68 Prozent (vier weniger als vor drei Jahren) an, dass sie Gleitzeitregelungen nutzen können. Nahezu gleich blieb die Anzahl der Personen, die auf Basis von Vertrauensarbeitszeit beschäftigt sind, nämlich knapp 30 Prozent.

Digitalisierung

Das aktuelle iga-Barometer belegt, dass flexibles Arbeiten und die Digitalisierung eng miteinander verknüpft sind. Nur 33 Prozent der Personen, bei denen Digitalisierung im Job gar keine Rolle spielt. Können ihre Arbeit selbstbestimmt gestalten. Bei Arbeitnehmer hingegen, die in hohem Maß digital arbeiten, greifen mehr als zwei Drittel auf die Möglichkeit einer flexiblen Arbeitsgestaltung zurück.

Arbeitsgestaltung und Arbeitsanforderungen

Weiter zeigen die Ergebnisse der Befragung, dass 59 Prozent der Befragten nicht genügend Zeit für alle ihre Aufgaben haben und nur 35 Prozent dieser störungsfrei erledigen können. Je digitaler ein Arbeitsplatz gestaltet ist, desto häufiger müssen viele Aufgaben gleichzeitig bewältigt werden.

Kollegen und Vorgesetzte

44 Prozent der befragten Personen fühlen sich von ihren Kollegen und Kolleginnen unterstützt, allerdings nur ein Drittel von ihren Führungskräften. Nur 18 Prozent gaben an, dass ihre Führungskraft auf die Belastung der Teammitglieder achten.

Stellenwert der Arbeit

Für fast 50 Prozent der Befragten hat ihre Arbeit einen hohen Stellenwert. 35 Prozent erfahren Anerkennung. 29 Prozent freuen sich morgens grundsätzlich auf ihre Arbeit und über die Hälfte hat Spaß an ihrer Arbeit. Allerdings fühlen sich auch nur 50 Prozent der Beschäftigten fair behandelt und 16 Prozent würden bei einem entsprechenden Alternativangebot sogar sofort ihre Arbeitsstelle wechseln.

Vollständiger Report

Den vollständigen iga.Report 43 mit allen Ergebnissen finden Sie hier.

 

Quelle: sh | Initiative Gesundheit und Arbeit (iga)

 

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