Eingliederungsmanagement

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Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM): Arbeit zukunftsfähig und menschengerecht im Dialog gestalten

Fallen Beschäftigte innerhalb eines Jahrs länger als sechs Wochen ununterbrochen aus, ist der Arbeitgeber verpflichtet, ein Betriebliches Eingliederungsmanagement einzuleiten. Im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements haben Arbeitgeber und Beschäftigte dann die Möglichkeit, im gemeinsamen Dialog auf die veränderten Rahmenbedingungen einzugehen und so eine Wiedereingliederung Schritt für Schritt zu ermöglichen.

Das Titelthema der aktuellen November-Ausgabe des EHS-Managers beschäftigt sich mit dieser Thematik und stellt dar, welche Lösungen sich für Arbeitgeber und Beschäftigte durch ein umfassendes Betriebliches Eingliederungsmanagement  – auch im Hinblick auf die Arbeitswelt 4.0 – ergeben, um die Arbeitsfähigkeit langfristig wiederherzustellen, zu erhalten und zu fördern.

Unter dem Stichwort „Arbeit 4.0“ wird in Politik, Wissenschaft und betrieblicher Praxis die Gestaltung der „Arbeitswelt der Zukunft“ diskutiert. Deutlicher denn je zeigt sich die Notwendigkeit einer differenziellen Arbeitsgestaltung bei diverseren Belegschaften mit zunehmender interindividueller Unterschiedlichkeit. Mit dem Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) hat der Gesetzgeber ein Instrument geschaffen, das einen maßgeblichen Beitrag zur Gestaltung menschen- und gesundheitsgerechter Arbeit in einer sich stark und schnell verändernden Umwelt leisten kann. Ziel ist es, im gemeinsamen Dialog Arbeit so zu gestalten, dass diese die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitstätigen schützt, ihre Bedürfnisse und Qualifikationen berücksichtigt, Möglichkeiten zur Beteiligung und Einflussnahme bietet sowie die Weiterentwicklung und Förderung von Kompetenzen und Fähigkeiten unterstützt.

Betriebliches Eingliederungsmanagement– BEM

Das BEM ist seit 2004 in Deutschland gesetzlich verankert und regelt die Eingliederung von Beschäftigten im Betrieb nach längerer Arbeitsunfähigkeit. Gemäß § 167Abs. 2 SGB IX ist der Arbeitgeber verpflichtet, gemeinsam mit der zuständigen Interessenvertretung – meist Betriebs- oder Personalrat – ein BEM durchzuführen. 

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